Archiv für September 2007

Sonne in Finnland

Gestern hat mir die Moira per Express (via StudiVZ) ein paar Sonnenstrahlen aus Spanien nach Joensuu geschickt und siehe da – Heute hatten wir einen wunderschönen Sonntag.

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Der Schlüssel zum Glück

Freitag, 31.08.

Endlich konnten wir uns die Schlüssel für unsere Zimmer abholen.
Wir sind jetzt glückliche Bewohner von Länsikatu 18.
Top Lage! Das Beste, was man hier wohnheimtechnisch in der Nähe des Zentrums bekommen kann.

- 05 min zum See
- 10 min zum Fluß
- 01 min bis zur besten Mensa hier in Joensuu
- 10 min mit dem Fahrrad zum Campus
- 15 min ins Jokela – die coolste Kneipe hier
- 02 Sekunden bis zur besten Nachbarin der Welt

Im Erdgeschoß haben wir ein Restaurant mit lecker Pizza und wenn wir aus dem Fenster schauen sehen wir Bäume und einen Kindergarten. Der Flur sieht ein bisschen nach Krankenhaus aus, was mir aber nur entgegen kommt. Da fühle ich mich gleich wie bei Doktor House. Und weil wir schon beim Thema sind – Wir haben hier Fernsehen! Meine externe TV-Karte funktioniert zwar nur bei der Stef auf dem Notebook, aber so haben wir wenigstens immer einen Grund zusammen in einem Zimmer zu hocken.

Die Zimmer sind voll in Ordnung. Es ist nur etwas gewöhnungsbedürftig, dass man beim Schlafen mit den Füßen so gut wie im Ofen liegt. Aber falls es im Winter richtig kalt wird, kann das ja nur hilfreich sein. Die Wände waren am Anfang natürlich ziemlich kahl, aber wir haben gleich in den ersten Tagen etwas Stoff und Plakate gekauft. Und jetzt sieht es (auch Dank den Abwaschbergen) richtig wohnlich aus.


Es ist übrigens echt witzig ohne Hammer Nägel in die Wände zu schlagen. Da greift Frau auch schon mal zum Messer)

Mit dem Internet hatten wir die ersten Tage leider etwas zu kämpfen. Aber da waren wir nicht die einzigen. Nach einem ewigen hin und her und vielen Stoßgebeten später ging es dann aber doch irgendwann. Jetzt sind wir hier also bestens versorgt. TV (Desperate Housewives, House MD, Greys Anatomie,…), Internet und Coke in Dosen! Was will man mehr???

Noch mehr Wohnheimbilder gibt es HIER.

Abflug ins Unbekannte – Die Dritte

JOENSUU!!! Nach 13 Stunden Autofahren, Fliegen, Bus- und Zugfahren waren wir endlich angekommen! (Leider nicht sofort Nordlichter, Elche und den Weihnachtsmann gesehen.)

Am Bahnhof wartet auch schon Sanni, unsere Tutorin auf uns. Eine gaaanz liebe kleine Finnin, die uns freundlicherweise die ersten zwei Nächte bei sich zu Hause übernachten lassen hat. Wir hatten also erst mal ein Bett (bitte nicht drauf rum springen!!!), was zu Essen (der erste Kontakt mit den finnischen Leckereien) und Internet!!

Am Donnerstag den 30.08. hatten wir erst einmal Zeit für uns, weil Sanni Vorlesungen hatten. Also machten wir uns zu Fuß auf, um Joensuu zu erkunden. Und was war das erste, das Stefanie entdeckt hat??? Ein H&M! (Neidisch Caro und Theresa?)

Joensuu ist wirklich schön gelegen. Viel Wald, viel Fluss, viel See, viel Bäume. Und ich meine nicht nur Bäume im Park und am Stadtrand. Ich meine Bäume überall! Jede Straße hier ist eine Allee. Leider hat es an dem Tag geregnet. Aber daran muss man sich hier in Finnland gewöhnen. Diese tollen Wolken hier sehen eben nicht nur anders aus, sie regnen auch unberechenbar viel. Wir haben uns auch mal in einen Supermarkt gewagt und es ist wirklich so witzig, wie ich es mir vorgestellt habe. Finnisch ist wirklich eine lustige Sprache, sowohl akustisch als auch optisch.

Abflug ins Unbekannte – Die Zweite

14:15 Uhr – Landung in Helsinki

Der Flug war mehr oder weniger ereignislos und dank meiner lustigen Ohrstöpsel blieb mein Gehirn da, wo es hingehört. Nach der Landung hieß es dann erst einmal Gepäck finden. Also immer der Mehrheit hinterher. Helsinki ist zwar ein relativ kleiner Flughafen, aber die ganzen Hieroglyphen machen einen schon ganz wuschig im Kopf. Überall Schilder in Finnisch, Russisch und Schwedisch – Kein Englisch!

Dann haben wir uns mit unseren sieben Sachen auf die Suche nach dem richtigen Bus gemacht und ihn auch gleich auf Anhieb gefunden. War übrigens nicht so dumm von mir, einen extra Pullover in meinen Rucksack zu packen und meine dicke Jacke dabei zu haben, denn es war wirklich kühl. Was mir übrigens sofort aufgefallen ist, als ich das erste Mal unter freien Himmel in Finnland stand, ist, dass die Wolken hier ganz anders aussehen. Irgendwie… Keine Ahnung.

Als wir dann nach 30 Minuten endlich mit unserem rappelvollen Bus am Bahnhof angekommen sind, wurde unsere Geldbörse das erste Mal überstrapaziert. Nix da mit Fahrpreisermäßigung mit Internationalen Studentenausweis. Wir durften den vollen Preis blechen. Auf den Schock mussten wir natürlich erst mal was Essen!

Und da wurde uns zum ersten Mal bewusst, dass hier in Finnland wirklich alles ganz anders ist. Zum Beispiel die Tauben. Wir reden hier nicht von normalen Vögeln – wir reden von Kampftauben. Keine zwei Minuten konnten wir ungestört am Tisch sitzen, ohne dass wir überfallen wurden. Ein Angriff ging sogar richtig in die bzw. auf Stefanies Hose.


16:00 Uhr – Zug nach Joensuu

Dann mussten wir aufpassen, dass wir nicht unseren Zug nach Joensuu verpassen, denn ich glaub am Bahnhof wird man nicht noch mal ausgerufen. Im Zug drin haben wir uns gefragt, wo denn eigentlich unseren richtigen Sitze sind. Blick auf die Fahrkarte geworfen und… Ups! Da sind ja ganz viele Zahlen drauf. Was die wohl alles bedeuten??? Nachdem wir uns dann durchgefragt hatten, haben wir herausgefunden, dass wir im falschen Waggon sind. Wir waren in Nummer 2 und mussten in Nummer 15. Da der Zug schon unterwegs war, mussten wir mit unseren Koffern 13 Waggons inklusive Speisewagen durchqueren. DAS war vielleicht ein Spaß. Gott sei Dank hat uns ein Bulgare mit Finnischkenntnissen geholfen und uns auf den ganzen Weg durch den wirklich langen Zug begleitet. Das lustige ist nämlich, dass, wenn man im falschen Waggon ist, irgendwann abgekoppelt wird und sich dann plötzlich in einem ganz anderen Teil Finnlands wieder findet.

Als wir dann endlich unsere richtigen Sitze hatten, kamen wir uns vor, wie nach einem Marathon. Aber wir hatten ja fünf Stunden Zeit, um uns von den Strapazen zu erholen und ein bisschen aus dem Fenster zu schauen. Wald, Wald, Wald, See, Wald, Wiese, See, Wald, Wald, Wald, Wald, kleiner Bahnhof, Wald, Wald, Wald, Wiese, Wald, Wald, See, Wald, … (Wird es klar worauf ich hinaus will?)

20:50 Uhr – Ankunft in Joensuu

Abflug ins Unbekannte – Die Erste

Am 29. August machten wir uns auf den langen beschwerlichen Weg auf nach Joensuu, Finnland.

Los ging es für jeden von uns gaaaaanz früh zeitig in Bernsdorf bzw. Schönbrunn. Nachdem der Wecker uns zu einer unmenschlichen Zeit aus dem Bett geholt hatte und die Koffer ein letztes Mal gewogen wurden, ging es mit dem Auto auf Richtung Flughafen Berlin Tegel.

 

Bereits zu Beginn unserer Reise wurden uns Steine in den Weg gelegt. Ich stand kurzzeitig etwas ratlos an einer Tankstelle in Berlin und Stef im Stau. Das wir uns trotz allem (GoogleMap und Würgereflex) noch rechtzeitig im abgelegen Terminal C (vorbei an den Check Ins’s nach Spanien, Italien und Co.) gefunden haben, gleicht einem Wunder.

Viel Spaß erwartete uns dann auch gleich am Check In. Lustiges Kofferwiegen!!! Wir hätten da einmal 22,0 kg und 18,9 kg. Welche Gewichtsangabe passt denn da zu welchem Koffer?

[Kleiner Exkurs: Warum bezahlen 120 kg schwere Menschen und 60 kg leichte Menschen denselben Preis für einen Flug, dürfen aber nur jeweils 20 kg Gepäck mitnehmen?]

Dann hieß es irgendwann Abschied nehmen von der Familie, der lieben Liz und dem Mücke, der kurzerhand eingeflogen ist, um uns Aufwiedersehen zu sagen.

Nachdem alle heimlich ihre Überraschungsgeschenke ins Handgepäck geschmuggelt hatten, ging es auf zum Boarding. Ich wusste ja gar nicht, dass Handgepäckkontrolle so viel Spaß machen kann. So ein nettes, zuvorkommendes, zu Scherzen aufgelegtes Bodenpersonal ist mir zuvor noch nie untergekommen. (Und ich meine das nicht ironisch!) Wir haben uns so nett mit denen unterhalten, dass wir die Zeit ganz vergessen hatten. Als wir dann endlich passieren durften und unseren Liebsten hinter der Glasscheibe noch mal gewunken hatten, hörten wir plötzlich unsere Namen durch die Lautsprecheransage. In diesem Zusammenhang fielen Wörter wie „Flug nach Helsinki“, „letzter Aufruf“ und „unverzüglich“. Ups!

Kurz bevor unser Gepäck wieder ausgeladen werden sollten, erreichten wir dann das Flugzeug.

11:20 Uhr – Start nach Helsinki.


Es war einmal…

Ein Blog über Stefanie und Julia die auszogen um die Welt zu erobern und in Joensuu landeten.

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