For the possibility that i shall never bewell…
Gestern war ich leicht unpässlich.
Ich habe rückwärts gegessen, mir ist das Essen aus dem Gesicht gefallen oder, wie man in den Niederlanden so schön sagt, icchhg muchhkste kochtsen.
Stefanie ja Julia laittaa Suomi epävarma.
For the possibility that i shall never bewell…
Gestern war ich leicht unpässlich.
Ich habe rückwärts gegessen, mir ist das Essen aus dem Gesicht gefallen oder, wie man in den Niederlanden so schön sagt, icchhg muchhkste kochtsen.
Am Mittwoch gab es mal wieder eine große House-Party am See. Zehn Studenten haben da fleißig Geburtstag gefeiert und wir ordentlich mit. Natürlich gab es auch wieder die üblichen Verdächtigen (hier in Finnland: Koff, Siideri und Vodka) zu trinken. Wir hatten viel Spaß aber bekanntlich hat Alkohol neben den bekannten Auswirkungen auch manchmal den Effekt, Sentimentalität hervor zurufen. Stef und ich saßen da und fingen plötzlich an, uns über die guten alten Zeiten in Mittweida zu unterhalten (speziell über das Theater). Und dann hing sie über uns – diese „Stimmungswolke“.
Es war ein großer Fehler hier den Fakt zu offenbaren, dass ich nur unter Druck arbeiten kann und dass ich, wenn mir der Zeitdruck fehlt, eben anderes zum Handeln gezwungen werden muss. Viele nutzen dieses Wissen nun gezielt und setzen es gegen mich ein. So bewirkten diverse Drohungen gegen meine Wenigkeit z.B. gehäufte Blogeinträge oder Postkartenzusendungen. Gestern wurde ich dann von der Stef bedroht…
Ein Tatsachenbericht
Die letzten Stunden meines Lebens waren sehr dramatisch….
Eine ganz tolle Sache hier in Finnland ist ja das Fernsehen. Ich schaue hier natürlich nur aus rein studienrelevanten Gründen TV! Schließlich studiere ich Medien und muss mich über das finnische Mediensystem informieren. Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass ich gleichzeitig auch Finnisch lerne. „Jatkuu“ bedeutet z.B. Werbung und davon gibt es hier richtig gute. Unser absoluter Favourit ist ja die Werbung für KappAhl.
Letzte Woche waren wir in einer Welthauptstadt im Taschenformat, der einzigen Stadt in Finnland mit ungeraden Straßen und alten schönen Häusern, mehr als zwei Kneipen und coolen hübschen Männern auf der Straße. Kurz um, wir waren in Helsinki.

Am Wochenende habe ich mich gemeinsam mit Stefanie plus Anhang in eine einsame Waldhütte gewagt.
Weit ab vom Schuss und 1,5 Kilometer holpriger Waldweg weg von der Bundesstraße haben wir Quartier in unserem Wochenendholzhaus genommen. Unter dem Motto „Mein Haus, mein See, meine Sauna“ hatten wir alles, was das finnische Herz begehrt. Doch während ich am Abend ganz dekadent vor dem Kamin saß und bei Kerzenschein ein Buch („Paperweight“ von Stephen Fry) lass, schlichen im Dunkeln, von uns allen unbemerkt, monströse Wesen um unser Haus…
Hallöchen! Ich mal wieder…
Ich hatte ja (mit vorgehaltener Pistole) versprochen mich hier öfters mal zu Wort kommen zu lassen und momentan halte ich mich doch noch ganz gut, oder? (Mein Nintendo darf noch ein paar Wochen länger leben?)
Wir sind heute Mittag von unserem Wochenende in Kaavi zurück gekehrt (mehr dazu später) und morgen früh geht es auch gleich weiter nach Helsinki. Ich habe also eigentlich gar keine Zeit zum Schreiben, weil ich ja bis heute auch noch ein Essay und einen Beleg schreiben muss. Aber zwischendurch wollte ich mich doch noch schnell bei den Fleißigen melden, die an meinem kleinen Quiz teilgenommen haben. (Zu gewinnen gab es eine monatliche Postkartenzusendung von mir aus Finnland.)
Guten Abend, oder doch besser – Guten Morgen!
Es ist 05:30 Uhr in der Früh.
Ich sehe die entsetzten Gesichter förmlich vor mir. Was ist mit der Julia passiert? Warum ist sie so zeitig schon wach? Da stimmt etwas nicht! Es stimmt leider alles. Des Rätsels Lösung ist, dass ich vorher einfach nicht geschlafen habe. Ich bin also nicht so zeitig auf gewacht, sondern ich bin immer noch auf. Putzmunter schreibe ich meine Gedanken nieder, während um mich herum alles schläft.
Nachdem ich nach dem Versenden der Massenmail mehrere Drohbriefe erhalten habe, raffe ich mich jetzt doch mal auf, ein paar längere Zeilen über mein Leben hier in Finnland zu schreiben. Dies geschieht keineswegs freiwillig. Ich werde massiv unter Druck gesetzt. Aber genau das scheint bei mir zu funktionieren und bringt den Schreibreflex in Gang. Ich muss herausgefordert werden. Das ist genauso wie bei meinen Belegarbeiten. Ich habe solang ein Motivationsproblem, bis ich ein Zeitproblem habe. Hier mit dem Blog ist es so, dass ich solange ein Motivationsproblem habe, bis ich ernsthafte Drohungen erhalte. Drohungen, wie z.B. mein Bett zu verbrennen, meinen Nintendo DS zu kidnappen oder Doktor House zu tracheotomieren bzw. sein anderes Bein auch noch zu verkrüppeln. Ich verhandle normalerweise nicht mit Terroristen, aber diesmal bleibt mir keine andere Wahl. Ich hänge einfach zu sehr an den drei oben genannten Objekten.